Ausstellungskonzept CAAC CourtArt Aachen

Das CAAC CourtArt Aachen ist seit Anfang 2017 die Ateliergemeinschaft, sowie Zeigeraum von den bildenden Künstlern Sabrina Schelker und Akos Sziraki. Neben der eigenen Werkschau, bietet das CAAC mit seinen Räumlichkeiten eine Plattform für qualitative, bildende Kunst externer Künstler. Das CourtArt Aachen soll in seiner zentralen Lage Aachens ein Forum für kreative Köpfe bieten, die experimentelle, ausgefallene und progressive Arbeiten präsentieren möchten. Ziel ist es, die Auseinandersetzung mit der bildenden Kunst zu fördern und einen anregenden Diskurs anzustoßen.

Das CAAC Courtart Aachen Schelker I Sziraki zeigt ab dem 28. September anlässlich der 21. Kunstroute in Aachen, die Ausstellung "Sturm und Drang" der Künstler Birgit Wolfram, Leon Landsberg, George Pavel, Akos Sziraki und Sabrina Schelker.

Die Ausstellung "Sturm und Drang" widmet sich den ästhetischen Betrachtungen der im Spannungsfeld von Geniekult und Post-Internet-Generation stehenden Künstler.
Die Epoche des "Sturm und Drang", welche sich im Zeitraum von 1765 bis 1785 als literarische Gegenbewegung zur Zeit der Aufklärung formierte, findet auch in Der Gegenwartskultur von Datensturm und Social Media in der bildenden Kunst ihre Diskursaktualität.

Hierzu zeigen wir fünf Künstlerposition, aus den Bereichen Malerei, Videokunst und Bildhauerei, die durch ihre unterschiedlichen Arbeitsweisen, dem Betrachter eine Tür öffnen zu neuen Blickwinkeln auf die Gegenwart.

Die 1986 in Düren geborene Künstlerin Birgit Wolfram, lebt und arbeitet in Brooklyn, New York. Mit ihrer „Schiller“-Serie entwickelt Wolfram einen neuen Stil, der als „räumliche Romantik“ definiert ist. „Der Schiller“ findet seine Wortschöpfung in dem Synonym „Farbenglanz“ und beschreibt Wolframs bildnerischen Erzählstil, der fragmentartige, flüchtige Licht-und Schattenflächen in einem Farbmuster zusammenfügt. Aus realistisch-portraitierten Fotofragmenten komponiert sie Fiktive Räume, die von dem Moment erzählen, in dem etwas zuvor Verborgenes durch einen Moment des Lichtes enthüllt wird.

Der Filmemacher und Videokünstler Leon Landsberg ist 1995 geboren, lebt und arbeitet in Köln. Landsberg kreierte mit seiner surrealistischen Dystopie "Audiophilia" seinen ersten eigenen Kurzfilm. Bevor er sich dem Film zuwandte, setzte er seinen Fokus zunächst auf das Theater und verbrachte einige Zeit am Schauspiel Köln. Jüngst kooperierte er für das Schauspiel Köln mit Regisseurin Pınar Karabulut. Landsbergs Arbeit ist geprägt von der Fragestellung, wie eine Welt aussehen könnte, in welcher das Kulturgut als Rarität und Belohnung gehandelt wird. Hierbei fokussiert er sich besonders auf das intrinsische Bedürfnis des Menschen nach Kultur und den daraus resultierenden Konsequenzen.

Der 1953 in Rumänien geborene Künstler George Pavel lebt und arbeitet in Belgien. Das Verhältnis Mensch-Universum ist das Haupthema seiner Arbeit. Die Form tritt mit dem Raum in einen Dialog, beginnt dabei selbst beweglich zu sein durch ihre kompositorische Struktur und ihren dynamische Charakter, angrenzend an die Unendlichkeit. Der Dialog zwischen Form und Freiraum, Licht und Schatten, macht die Besonderheit der Architektur seiner Werke aus. George Pavel arbeitet vorzüglich in Bronze, Edelstahl, Alabaster, Marmor und Holz.

Die Arbeiten des Multi-Media Künstlers Ákos Szíráki sind geprägt von einer anthropomorph-fragmentierten Bild-und Objektsprache, die von der formalem „Reinheit der Linie“ ausgeht. Die gebrochene Körperlichkeit evoziert Assoziationen von archaischen Urformen, die gleichsam die Fragilität des Seins offenbaren, aber auch dessen Ästhetik. Sabrina Schelker´s jüngste Multiple Arbeiten spiegeln die lineare Vernetzung und gegenseitige Durchdringung von abstrakt-formaler Struktur und Subjekt vor dem Hintergrund einer massenmedialen-identitätssuchenden Gesellschaft. Die stetige Auflösung und Neuordnung des weiblichen Ichs verschmilzt mit der abstrakt-reduzierten und dennoch inhaltlich aufgeladenen Bildsprache.